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Karlsruhe: Klimaschutzkampagne

Essen & Trinken

Tomaten auf Schneidbrett


Nicht nur beim Fliegen oder Autofahren entsteht klima­schäd­li­ches CO2, auch unsere Ernährung trägt zur globalen Erwärmung bei. Denn das Herstellen, Verar­bei­ten, Trans­por­tie­ren, Lagern und Zubereiten von Lebens­mit­ten ist energie­auf­wän­dig. Fast ein Fünftel der deutschen Treib­h­aus­ga­se­mis­sio­nen entfällt auf den Ernäh­rungs­sek­tor, davon mehr als die Hälfte direkt auf die Landwirt­schaft. Wer zum Beispiel besonders viel Fleisch, Milch­pro­dukte, Tiefkühl­kost und einge­flo­ge­nes Obst oder Gemüse kauft, belastet sein "Klimakonto" alleine durch seinen Ernäh­rungs­stil mit etwa 1,5 Tonnen Kohlen­di­oxid pro Jahr. Pluspunkte beim Klima­schutz können Sie deshalb auch ganz leicht mit Ihrem Einkaufs­zet­tel sammeln. Das notwen­di­ge Hinter­grund­wis­sen haben wir auf den nächsten Seiten zusam­men­ge­stellt.

Klima­schutz geht durch den Magen: Die wichtigs­ten Tipps auf einen Blick

  • Öfter Gemüse­lasa­gne statt Hackbraten: Bevorzugen Sie pflanz­­li­che Lebens­­mit­tel und reduzieren Sie Ihren Verbrauch von Fleisch, Milch­pro­­duk­ten und Eiern. Gesünder ist das allemal, denn Ernäh­rungs­­­stu­­dien sagen: Wir nehmen zuviel tierisches Fett zu uns.
  • Öfter Wochen­­markt statt Flugware: Frisch einge­flo­­ge­­ner Spargel im Winter ist sicher­lich etwas Exklusives. Allerdings sind Flugtrans­­porte von Waren aus Übersee extrem klima­schäd­lich. Durch den Einkauf regionaler Produkte vermeiden Sie energi­ein­ten­­sive Trans­­por­t­­wege und stärken die Wirtschaft vor Ort.
  • Öfter saisonal statt ganzjährig: Der Freilan­d­an­­bau von Obst und Gemüse in der Saison ist weitaus umwelt­freun­d­­li­cher als die Produk­tion außerhalb der Jahreszeit in beheizten Treib­häu­sern oder Folien­tun­­neln. Mit einem Saison- oder Ernte­­ka­len­­der sind Sie stets auf dem Laufenden, wann was bei uns frisch geerntet wird.
  • Öfter bio statt konven­tio­­nell: Ökolo­gi­­scher Landbau erzeugt im Mittel weniger Kohlen­­di­oxid und Methan als die konven­tio­­nel­le Landwir­t­­schaft. Weitere gute Bio-Gründe: Erhalt der Arten­viel­falt, Schutz von Umwelt und Grund­­was­­ser, Vermeidung von Schad­­stof­­fen beim Essen.
  • Öfter Kartoffeln statt Tiefkühl­pom­mes: Frisch­ge­müse belastet das Klima durch den Wegfall der umfang­rei­chen Kühlkette nicht so stark wie Produkte aus dem Gefrier­fach. Auch andere Fertig­pro­­dukte wie Tüten­sup­pen oder Kartof­­fel­­pul­­ver enthalten viel "versteck­te" Energie und damit CO2-Emissionen.
  • Öfter mit dem Fahrrad statt mit dem Auto: Erledigen Sie Ihre Einkäufe möglichst umwelt­freun­d­­lich, z.B. zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Ernährung und Klimaschutz: Übergreifende Informationsquellen

Verbraucherkampagne „Für mich. Für Dich. Fürs Klima“ - Themenseiten Ernährung

Themenseiten "Ernährung und Klimaschutz" (aid)

Unterrichtsmateriale "Essen - (K)eine Klimasünde?" (Verbraucherzentrale)

EcoTopTen-Produktempfehlungen "Essen und Trinken" (Öko-Institut)

Unser Buchtipp: Das Klimakochbuch: Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen. (Herausgeber: BUNDjugend u.a., Franckh-Kosmos Verlag 2009, 12,95 Euro) Hinweis: Das Buch ist auch in der Stadt­­­bi­blio­thek Karlsruhe ausleihbar.